Der Januar 2012 in Rheinstetten:
Sehr mild, zu nass und deutlich zu sonnig
Temperatur
Nach dem ungewöhnlich milden ersten Wintermonat, dem Dezember
(3.8 Grad zu warm),
schloss sich ein Januar 2012 an, der ebenfalls mit einem
großen Temperaturüberschuss aufwartete.
Eine positive Abweichung von genau 3 Grad steht zu Buche,
die Mitteltemperatur im Januar 2012 betrug 3.9°C.
Der Monat startete ungewöhnlich mild mit Tageshöchsttemperaturen
bis 13.5°C am 2., überdurchschnittlich temperiert
blieb es insgesamt an den ersten 14 Tagen.
Nach einer kurzen Kältephase
wurde am 21. erneut die 10°C-Schwelle überschritten,
danach kühlte es sich bis zum Monatsende immer weiter ab.
Erst der 14. brachte den ersten Nachtfrost des neuen Jahres,
9 weitere Frostnächte sollten folgen. Der
erste und einzige Tag mit Dauerfrost konnte gerade so noch
am 31. verzeichnet werden.
Niederschlag
An 16 Tagen fiel in diesem Monat eine Niederschlagssumme von
mindestens 1 mm; insgesamt kam eine Niederschlagsmenge von 82.3 mm zustande,
was 135% der Norm entspricht. Der Monat fiel also zu nass aus.
3 Mal betrug die Tagesniederschlagsmenge mehr als 10 mm,
17.9 mm am 5. bedeuteten dabei den größten 24-Stunden-Wert.
Am Monatsletzten konnte sich bei nächtlichem Schneefall
bis zum Morgen eine Schneedecke von 2 cm Mächtigkeit ausbilden.
Sonne
Die mittlere Sonnenscheindauer weist in den
Wintermonaten im Oberrheintal nur kleine Werte auf.
Da genügen dann bereits wenige sonnige Tage,
um die Sonnenscheinbilanz positiv ausfallen zu lassen.
Auch im Januar 2011 war das so.
Zu der gesamten Sonnenscheindauer von 63 Stunden
trug insbesondere der sonnige Zeitraum vom 13. bis 18. bei.
An 18 Tage schien die Sonne entweder gar nicht oder weniger als eine Stunde.
Wind
Rege Tiefdrucktätigkeit
in der ersten Dekade brachte nicht nur häufig Regen,
sondern auch windiges Wetter.
An 2 Tagen wurde in Böen der Schwellenwert zu Bft 9 (75 km/h, Sturm) überschritten.
Die Spitzenböe des Monats verzeichnete mit 87.8 km/h der 5.
Vergleich mit 2011
Der Januar 2011 wies bei den klimatologischen Parametern ähnliche Vorzeichen
auf wie der diesjährige Januar.
Er verlief ebenfalls zu warm (Abweichung +1.8 Grad)
und zu sonnig (135% der Norm); die Mitteltemperatur und die
Sonnenscheindauer blieben dabei etwas hinter den Werten dieses Jahres zurück.
Dagegen verlief der Januar im Vorjahr etwas trockener, mit rund 60 mm Niederschlag
wurde die Norm knapp verfehlt.
Bernhard Mühr, 1. Februar 2012
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