Der April 2013 in Rheinstetten:
Etwas zu warm, deutlich zu nass und zu trüb
Temperatur
Nach den viel zu kalten Monaten Februar und März
mit großen negativen Temperaturabweichungen
verließen die Temperaturen im April
die winterlichen Regionen und führten zu einem kleinen Temperaturüberschuss.
Die Abweichung erreichte einen Wert von +0.7 Grad, die Monatsdurchschnittstemperatur
betrug 10.2°C.
Die ersten 10 Tage des Monats verliefen allerdings zunächst noch
wenig fühlingshaft. Tagsüber stiegen die Temperaturen nur knapp über 10°C,
in den Nächten bewegten sich die Temperaturen
in Gefrierpunktnähe. Drei Mal trat Luftfrost auf, am kältesten
war es dabei am 1. mit einer Tiefsttemperatur von -2.3°C.
Der Übergang zum zweiten und deutlich wärmeren Witterungsabschnitt
vollzog sich bis zum 13. mit reichlich Regen. Es schlossen sich
sonnenscheinreiche und frühlingshaft warme Tage an und am 17. konnte mit 25.4°C
bereits der erste Sommertag des Jahres 2013 verzeichnet werden.
Die erste frühlingshafte Episode dauerte allerdings nicht lange,
Wolken und Kaltluft führten vom 19. bis zum 22. zu vier sehr kühlen und trüben
Tagen, bei denen am 20. das Thermometer am Tage kaum über +10°C hinauskam
(10.6°C).
Mit Warmluftzufuhr und Sonnenunterstützung zeigte sich der April 2013
vom 23. bis zum 26. noch einmal von seiner freundlichen und warmen Seite
(2. Sommertag am 26. mit 25.5°C).
Danach klang der Monat wolkenreich, deutlich kühler und nässer aus.
Niederschlag
Genau 80.0 mm Regen konnten im April 2013 gemessen werden.
Das entspricht 121% der Norm und übertrifft den langjährigen Mittelwert
von 66 mm um 14 mm.
Der gesamte Niederschlag fiel allerdings sehr ungleichmäßig
über den Monat hinweg verteilt; insgesamt trugen nur 8 Tage mit
einer nennenswerten Niederschlagsaktivität zur Gesamtsumme bei.
Ein außergwöhnlich große Regenmenge konnte am 11. verbucht werden,
als praktisch über Nacht 33.9 mm Regen zusammenkamen.
Seit Beginn der Messreihe am Standort Rheinstetten vor viereinhalb Jahren (1.11.2008)
hat es dort innerhalb eines Tages noch nicht soviel geregnet.
Den zweiten Platz in dieser Kategorie belegt nun
der 8. Dezember 2010 mit 33.6 mm!.
Sonne
Die Sonne machte sich im April 2013 insgesamt rar. Sie schien nur
127 Stunden; bezogen auf den langjährigen Mittelwert von 155 Stunden
entspricht das 82%. An 5 Tagen übertraf die Sonnenscheindauer den Wert von 10 Stunden,
an 11 Tagen ließ sich die Sonne weniger als eine Stunde oder gar nicht blicken.
Wind
Nichts Neues beim Wind. Auch im April erreichte der
Wind zu keiner Zeit Sturmstärke. Am windigsten war es am 12. mit einer
maximalen Bö von 60.8 km/h, das enspricht Windstärke 7.
Die letzte Sturmbö (mindestens 75 km/h) datiert vom 21.6.2012.
Karlsruhe, 23.04.2013, 17:44 MESZ (Blickrichtung West)
Kelvin-Helmholtz-Wellen über dem Rheintal.
Im Hintergrund der Pfälzer Wald.
© Bernhard Mühr
Vergleich mit 2012
Der April 2012 wies bei der Temperatur eine ähnlich kleine
positive Temperaturabweichung auf (+0.3 Grad).
Allerdings kam es noch 7 Mal zu Luftfrost (in diesem Jahr nur 3 Mal);
andererseits stand im Vorjahresapril am 28. bereits der erste heiße Tag
mit mehr als 30°C (30.4°C) zu Buche.
Mit 48 mm Niederschlag fiel im April 2012 nur etwas als die Hälfte
der diesjährigen Regenmenge von 80 mm.
Mit 144 Stunden schien die Sonne letztes Jahr zwar
länger als im April 2013, verfehlte ihr Soll aber ebenfalls noch deutlich.
Sturmböen traten auch im Vorjahresapril nicht auf.
Bernhard Mühr, 1. Mai 2013
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